Reisen · 5 Min
Wo die Sorgue aus dem Fels bricht
Es gibt Orte, an denen die Erde etwas preisgibt. In Fontaine-de-Vaucluse bricht die Sorgue aus dem Fels, kalt, klar und mächtig, eine der größten Quellen der Welt. Unter einer hohen Felswand sammelt sich das Wasser in einem tiefen, grünen Becken, so still, dass man den Grund nicht sieht, und fließt dann als voller Fluss davon.
Das grüne Wasser
Das Wasser ist von einem Grün, das man sonst nur in Steinen findet. Es kommt aus der Tiefe des Bergs, ganzjährig kalt, kaum zehn Grad, so klar, dass jeder Kiesel scharf am Grund liegt. Man steht davor und wird still. Ein Ort, der ohne ein Wort erklärt, warum Menschen Quellen seit jeher heilig waren.

Ein altes Rad und altes Handwerk
Am Ufer dreht sich ein großes, moosgrünes Wasserrad, das einst eine Papiermühle trieb. Noch heute wird hier Papier von Hand geschöpft, aus Fasern und Wasserkraft, ein Handwerk, das die Zeit überdauert hat. Stein, Wasser, Faser, mehr braucht es nicht, um etwas Schönes zu machen.

Am Ursprung entlang
Von Isle-sur-la-Sorgue ist es nur ein kurzer Weg flussaufwärts, und die Landschaft wird wilder. Nimm feste Schuhe, die Steine am Wasser sind glatt. Und wenn die Hitze steht, tauch die Füße ein, kälter und klarer findest du das Wasser nirgends. Bei vierzig Grad draußen sind diese zehn Grad im Wasser der reinste Segen.

Häufige Fragen
Was ist Fontaine-de-Vaucluse?
Ein Dorf in der Provence rund um die Quelle der Sorgue, eine der größten Karstquellen der Welt. Das Wasser bricht kalt und klar aus dem Fels unter einer hohen Felswand.
Kann man in Fontaine-de-Vaucluse ins Wasser?
In der Quelle selbst nicht, aber flussabwärts kann man die Füße ins kalte, klare Wasser tauchen. Es hat um die zehn Grad, feste Schuhe sind ratsam, die Steine sind glatt.
Wie kommt man nach Fontaine-de-Vaucluse?
Am einfachsten von Isle-sur-la-Sorgue aus, nur wenige Kilometer flussaufwärts. Beides lässt sich gut an einem Tag verbinden.