Reisen · 5 Min
Avignon von einer anderen Wand gelesen
Avignon kennt man für seine Mauern, seinen Palast, seine Brücke. Doch geh eine Gasse weiter, und die Wände fangen an zu erzählen. Hier ist Streetart keine Kritzelei, sondern sorgfältig gemalte Kunst, ästhetisch und ruhig, die sich neben den alten Stein stellt, als hätte sie immer dorthin gehört.
Kunst, die zur Altstadt passt
Das Schöne ist die Zurückhaltung. Diese Bilder schreien nicht, sie antworten dem Ort. Ein Gesicht auf verputztem Stein, eine Figur, die aus der Wand tritt, ein Farbfeld, das das Licht auffängt. Keine Hektik, sondern gemalte Sorgfalt, die zur mittelalterlichen Stadt passt.

Farbe trifft altes Material
Uns interessiert, wie Farbe auf altem Putz sitzt. Der Untergrund lebt schon, rau, fleckig, mit Patina, und die Malerei nimmt das auf. So entsteht kein Plakat, sondern etwas, das mit der Wand verwachsen ist. Genau das lieben wir am Handwerk, wenn Material und Idee zusammenfinden.

Ein Rundgang abseits der großen Mauern
Nimm dir eine Stunde und geh ohne Ziel. Die schönsten Stücke findest du in den Seitengassen, nicht an der Hauptachse. Schau nach oben, schau in Höfe, und lass dich treiben. Avignon abseits der Postkarte ist eine Stadt, die man liest, nicht abhakt.

Häufige Fragen
Gibt es Streetart in Avignon?
Ja, in den Gassen abseits der großen Sehenswürdigkeiten findet man schön gemalte Werke, ästhetisch und passend zur Altstadt, keine Kritzelei.
Wo findet man die Streetart in Avignon?
Vor allem in den Seitengassen der Altstadt, in Höfen und an ruhigen Fassaden. Am besten ohne festen Plan durch das Viertel schlendern.
Lohnt sich Avignon abseits des Papstpalasts?
Sehr. Wer nur den Palast und die Brücke sieht, verpasst die stille, gemalte Seite der Stadt in ihren Gassen.