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Reisen · 5 Min

Wo das Land flach wird und der Himmel groß

Es gibt Landschaften, die einen kleiner machen, nicht durch Höhe, sondern durch Weite. Die Camargue ist so eine. Wo die Rhône ins Meer ausfranst, wird das Land flach, das Wasser breit, der Himmel riesig. Salz glitzert am Ufer, weiße Pferde stehen im Schilf, und der Wind trägt alles davon, was laut war.

Ein Land aus Wasser und Salz

Die Camargue ist halb Land, halb Wasser. Lagunen liegen still zwischen Schilf und Dünen, an den Rändern trocknet das Salz zu weißen Krusten. Das Licht ist hier anders, tief und silbern, weil es sich im flachen Wasser doppelt. Man versteht plötzlich, warum Maler wegen des Lichts in den Süden kamen.

Die weißen Pferde

Die Pferde der Camargue werden dunkel geboren und erst mit den Jahren hell, grau und weiß. Sie leben halbwild in den Weiten, geduldig, ruhig, an Wind und Wasser gewöhnt. Sie stehen einfach da, und das genügt. Ein Tier, das nichts beweisen muss, ist ein schöner Anblick.

Weite, die bleibt

Man fährt nicht in die Camargue, um etwas abzuhaken. Man fährt hin, um weniger zu werden. Ein paar Stunden am flachen Wasser, ein langer Blick, und die Enge des Alltags fällt ab. Nimm Wasser mit, einen Hut, und gegen die Mücken unbedingt Schutz, das flache Land liebt sie so sehr wie das Licht.

Häufige Fragen

Was kann man in der Camargue sehen?

Weite Lagunen und Salzflächen, die berühmten weißen Pferde, schwarze Stiere und mit etwas Glück Flamingos. Ein flaches Land unter großem Himmel.

Wie kommt man von Marseille in die Camargue?

Mit dem Auto in gut einer bis anderthalb Stunden Richtung Westen, zum Beispiel nach Arles oder in den Regionalpark. Ein Tagesausflug lohnt sich.

Was sollte man in der Camargue beachten?

Sonnenschutz, Wasser und unbedingt Mückenschutz. Das feuchte, flache Land ist berüchtigt für seine Mücken, besonders am Abend.